Hortkonzeption

„Das Kind ist Mittelpunkt unserer Arbeit

Inhalt 

  • Unsere Einrichtung stellt sich vor:
  • Rechtsanspruch
  • Unser Bildungsauftrag
    • 3.1. Körper, Bewegung und Gesundheit
    • 3.2. Sprache, Kommunikation und Schriftkultur
    • 3.3. Musik
    • 3.4. Darstellen und Gestaltung
    • 3.5. Mathematik und Naturwissenschaft
    • 3.6. Soziales Leben (Schwerpunkt unserer Arbeit)
  • Bild vom Kind
  • Rolle der Erzieherin
  • Unsere Ziele in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern (Erziehungsziel)
  • Wie setzen wir unsere Ziele um? (Handlungsziel)
  • Die Planung der Arbeit in unserm Hort
  • Raumgestaltung
  • Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Zusammenarbeit im Team
  • Zusammenarbeit mit der Schule
  • Qualitätsentwicklung und Sicherung
  • Anhang

1. Unsere Einrichtung stellt sich vor:

Der Hort befindet sich in der Altstadt von Angermünde, dicht am Mündesee gelegen. Unser Gebäude befindet sich auf dem Gelände der Puschkinschule (Verlässliche Halbtagsgrundschule).

Der Hort befindet sich in der Altstadt von Angermünde, dicht am Mündesee gelegen. Unser Gebäude befindet sich auf dem Gelände der Puschkinschule (Verlässliche Halbtagsgrundschule).

Mitarbeiter/innen: 

8 Teilzeitbeschäftigte
1 Auszubildende

Betreuende Kinder: 

140 Kinder

Öffnungszeiten:
● während der Schulzeit : von 6:00 bis 7:25 Uhr (Frühhort) von 13:30 bis 17:00 Uhr / Fr. schon ab 12.30 Uhr
● während der Ferien: von 6:00 bis 17:00 Uhr (im Wechsel mit dem Hort „Abenteuerland“ in der Gustav Bruhn Schule)

Zum Einzugsbereich des Hortes gehören Kinder aus der Stadt Angermünde, sowie aus den umliegenden Ortsteilen. Unser Spielplatz und die nähere Umgebung wie z. B. der Spielplatz und die Grünanlagen am Mündesee bieten vielfältige Möglichkeiten zur abwechslungsreichen Freizeitgestaltung.

Wir arbeiten gruppenoffen und altersgemischt, nach dem Situationsansatz in Funktionsräumen mit verschiedenen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten, in einem Gebäude über zwei Etagen. Unser Hort arbeitet gemeinsam mit der Puschkinschule (VHG) als ständigen Kooperations-partner zusammen.

Klassen 1 – 2
Mo. – Do.

ZeitAusgestaltungVerantwortlichkeit
06:00 – 07:25 UhrFrühbetreuung der Kinder
(bezahlte Hortzeit)
Hort
11:45 – 12:30 UhrMittagsband (Kl. 1 - 2)
ca. 90 Kinder
Horterzieher entsprechend der
Anzahl der Kinder, 1 Lehrer
12:35 – 13:20 UhrILZHorterzieher (Klasse 1)
Lehrer (Klasse 2)
Ab 13:30 UhrFreizeitangebote
(bezahlte Hortzeit)
Lehrer, Hort,
Kooperationspartner

Klassen 3 – 4
Mo. - Do.

ZeitAusgestaltungVerantwortlichkeit
06:00 – 07:15 UhrFrühbetreuung der Kinder
(bezahlte Hortzeit)
Hort
12:35 – 13:20 UhrMittagsband (Kl. 3 - 4)
ca. 90 Kinder
Horterzieher / Lehrer
im Verhältnis 50:50
Ab 13:30 UhrFreizeitangebote
(bezahlte Hortzeit)
Lehrer, Hort,
Kooperationspartner

Regelung für Fr.

Ab 12:30 Uhr: Hortbetreuung 1 – 3 Klassen
12:30-12:45 Uhr: Mittagessen bei Bedarf für Klasse 1-3
Ab 13:20 Uhr: Betreuung der Hortkinder

06:00 - 07:25 Uhr       

Frühhort

11:45 - 13:20 Uhr

Mittagsband und Gestaltung der individuellen Lernzeit in unseren Horträumen entsprechend dem Kooperationsplan

13.20 – 13.30 Uhr

Hofpause (außer 1. Klasse)

13:30 - 17:00 Uhr

Gruppenoffene Arbeit in unserem Hortgebäude über zwei Etagen in
9 verschiedenen Funktionsräumen

2. Rechtsanspruch

Der Rechtsanspruch, die Aufgaben und Ziele unserer Einrichtung sind im Kindertagesstättengesetz (KitaG) §1 vom Land Brandenburg geregelt.

3. Unser Bildungsauftrag

Die Bildungsarbeit unterstützt die Neugier der Kinder, fordert ihre eigenaktiven Bildungs-prozesse heraus, greift Themen der Kinder auf und erweitert sie. Der Hort ermöglicht es den Kindern die Zeit gestaltbarer, intensiver und erfahrungsstimmulie-render zu erleben.

Die Grundsätze elementarer Bildung mit den 6 Bildungsbereichen geben unserem Hort einen Rahmen, den es mit Leben zu füllen gilt.

Körper, Bewegung und Gesundheit

Wir bieten einen Wechsel zwischen An- und Entspannung an und achten auf aktive Bewegungsmöglichkeiten. Wir regen zur Selbstbestimmung ihrer Aktivitäten und zu Herausforderungen an und achten auf einen ausgewogenen Tagesablauf durch:

  • verschieden gestaltete Bewegungsräume (Dschungelgerät, Kletterwände, Darts, Billard usw.)
  • interessante Spielplätze (Bolzplatz, Kletterwelten, Sand- u. Matschecke)
  • monatliche Höhepunkte im Freien oder in der Turnhalle (Drachenfest; Spiel & Spaß auf Rädern; Spaßolympiade; Fußballspiele; Fasching u.a
  • abwechslungsreiche Feriengestaltung (Radfahren; Wandern; Kegeln uvm.)
  • flexible Essenzeiten, Bereitstellung von Tee, Vesper nach Schulschluss
  • Kochen und Backen in unserer Kinderküche

Sprache, Kommunikation und Schriftkultur

Unsere Aufgabe ist es, die Kinder in ihrer sprachlichen Kommunikation und schriftlichen Kompetenz zu unterstützen und zu fördern. Dabei lernen sie zu reden, zu verhandeln, sich mitzuteilen, ihre Wünsche und ihre Kritik zu äußern, zuzuhören, und nachzufragen. Dadurch ist es den Kindern möglich sich mit anderen zu verständigen, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und ihren Alltag mitzugestalten und zu verändern.

  • gemeinsame Treffpunktrunden, altersgemischte Spielrunden
  • große Auswahl von Quiz-, Rätsel-, Tisch- und Regelspielen  
  • gemeinsame Geburtstagsfeiern
  • Weihnachts- und Trödelmarkt
  • Beschriftung von Alltagsgegenständen in den Räumen
  • Nutzung neuer Medien (PC, Wii)

Musik

Die Musik ist ein zentraler Bestandteil und eine Grunderfahrung im Alltag der Kinder. Sie hat einen positiven Einfluss auf ihre emotionale, seelische und geistige Entwicklung.

  • Nutzung vielfältiger Medien (CD Player in jedem Raum)
  • Gelegenheiten schaffen um ihre Begabungen zu zeigen (Talenteshow, Karaoke)
  • enge Zusammenarbeit mit der Musikschule (Kooperationspartner)
  • freier Zugang zu Instrumenten (Keyboard, Klanginstrumente, Trommeln)
  • singen in fröhlicher Runde

Darstellen und Gestalten

Kreatives Gestalten hat bei uns einen hohen Stellenwert. Unsere Kinder werden allseitig gefordert und gefördert. Sie sollen Dinge wahrnehmen, verarbeiten, ihre Gefühle und Körperempfindungen zum Ausdruck bringen. Alle kreativen Tätigkeiten unserer Kinder sind eng mit dem Verstehen der Welt verbunden. Wir stehen ihnen hilfreich zur Seite, geben Anregungen. Dabei werden die Kinder zur Selbstständigkeit und zum Selbstbewusstsein angehalten.

  • Beteiligung an der Raum- und Flurgestaltung
  • Bastelraum mit vielfältigen Materialien
  • Computer mit Lern- und Malprogrammen
  • Theaterspiel, Puppentheater, Verkleidungsutensilien
  • Rollenspiele aller Art
  • interessante Baumaterialen: z.B. Magnetspiele, Murmelbahn, Lego u.v.m.
  • Matschecke auf dem Spielplatz, Mündeseespielplatz mit dem Wasserlauf
  • Schreibwerkstatt

Mathematik und Naturwissenschaft

Ausgehend von der natürlichen Neugier der Kinder sollen sie Zusammenhänge ergründen, Kompetenzen entwickeln, Naturgesetze erkunden, experimentieren sowie Alltags- und Umwelterfahrungen sammeln.

  • Kleine Bibliothek mit Lehr- und Sachbüchern
  • Nutzung der Materialien zum Rechnen und Schreiben, sowie der Tafeln
  • Wanduhren zur zeitlichen Orientierung in allen Räumen und Fluren
  • große Auswahl abwechslungsreicher Tisch- und Regelspiele
  • verschiedene Bau- und Konstruktionsmaterialien
  • Computerspiele
  • Umgang mit Maßeinheiten in der Kinderküche
  • Lernwerkstatt zum Experimentieren und Forschen

Soziales Leben (Schwerpunkt unserer Arbeit)

Entwicklung des Eigen- und Gemeinsinns unter Beachtung der Individualität von Jungen und Mädchen. Im sozialen Zusammensein erlebt jedes Kind Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Anerkennung aber auch Ablehnung. Im Hort wird durch Regeln und Grenzen zugunsten des Gemeinsinns gehandelt. Eigene Interessen, Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle finden ihren Ausdruck für die der Andere zu sensibilisieren ist.

  • monatliche Höhepunkte, Geburtstagsfeiern, Fasching, Talenteshow, Mottowochen
  • gemeinsame Nutzung aller Räume und Spielecken
  • Schaffung von Möglichkeiten, dass Kinder ungestört verhandeln können.

4. Bild vom Kind

Jedes Kind ist eine Persönlichkeit, selbstbewusst, kritisch handelnd, vielseitig interessiert und kreativ tätig. Es setzt sich mit seiner Umwelt ständig auseinander. Jungen und Mädchen sind unterschiedlich in ihrer Entwicklung, in ihrem Handeln und in ihren Emotionen. Wir setzen Vertrauen in die Selbständigkeit unserer Kinder und lassen sie kleine Wege außerhalb des Hortes zurücklegen (wie z.B. zum Mündeseespielplatz, zur Bushaltestelle, zu den Musikschul- und Sport AG`s).

5. Rolle der Erzieher/innen

Wir verstehen uns als Berater unserer Kinder, in dem wir die Lern- und Bildungsprozesse anregen und ihre persönlichen Lernbestrebungen unterstützen und motivieren. Wir stehen den Kindern vertrauensvoll, auf Augenhöhe gegenüber und achten ihre Individualität.

Wir gestalten und begleiten offene Lernarrangements. Wir moderieren die Lernphasen und sind ebenfalls bereit dazu zu lernen. Die Beobachtung der Kinder ist Grundlage für die Vorbereitung unserer Aktionen sowie von Projekten.

6. Unsere Ziele in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern (Erziehungsziel)

Wir wollen, dass der Erwachsene, der das Kind einmal sein wird, entsprechend seiner Individualität den Anforderungen der Gesellschaft gerecht wird, die Verschiedenheit der Menschen akzeptiert und Verständnis für die unterschiedlichen Lebensumstände entwickelt.

7. Wie setzen wir unsere Ziele um? (Handlungsziel)

In der gruppenoffenen Arbeit wird den Kindern Zeit und Raum für die freie Nachmittagsge- staltung gegeben (Funktionsräume). Den Kindern soll die Freiwilligkeit der Teilnahme an Aktivitäten ermöglicht werden. Wir bieten ihnen Begleitung und geben Orientierung im Prozess des Hineinwachsens in eine vielfältige soziale Lebenswelt. Die Bildungsprozesse werden von und mit den Kindern gestaltet (Situationsansatz). Die gewählten Hortsprecher aus den verschiedenen Altersgruppen sind für die Partizipation nicht mehr wegzudenken. Wir begleiten die Kinder auf der Basis wechselseitiger Anerkennung, sind ihnen Partner, Berater und Vorbild im Gestalten pädagogischer Prozesse (Einhaltung gemeinsam aufgestellter Regeln) und nehmen ihre Anregungen ernst. Jedes Kind bleibt Subjekt seines individuellen Lern- und Entwicklungsprozesses.

8. Die Planung der Arbeit in unserem Hort

Wir orientieren uns an den Wünschen der Kinder und planen durch Beobachtungen unsere pädagogische Arbeit. Gemeinsam mit den Kindern werden Aktionen durchgeführt, diese besprochen und mit neuen Ideen belebt. Entsprechend der Funktionsräume planen wir Angebote und Projekte (siehe Raumgestaltung). Da das Kind Mittelpunkt unserer Arbeit ist, richten wir uns nach dem Situationsansatz und sind immer bemüht, schnell und aktuell eine Wissensvermittlung und Erfahrungen mit geeigneten Methoden weiterzugeben.

9. Raumgestaltung

Unsere Räume sind allen Kindern jeder Zeit zugänglich und die Materialien sowie Spielutensilien können frei genutzt werden. Die Räume sind verschiedenen Funktionen zugeordnet und es gibt Regeln (siehe Dokumente), die gemeinsam mit den Kindern aufgestellt werden.

Raum 1 Spielraum: 

verschiedene Spiele wie: Handpuppen-, Familienspiel- oder Schulspiel

Raum 2 Bauraum: 

Bau- und Konstruktionsspiele

Raum 3 Spielraum: 

Tisch- und Regelspiele / Versorgung mit Getränken

Raum 4 Bewegungsraum: 

autogenes Training, Modenschau, musikalische Bewegungen, sportliche Betätigungen am Dschungelgerät

Raum 5 Bastelraum: 

Malen, Zeichnen, Basteln

Raum 5B Raum der Stille: 

entspannen, Treffpunkt kleiner Gruppen, Leseecke

Raum 6 Lehrwerkstatt: 

Tisch- und Regelspiele, Schulspiel, Playmobil, Musik

Raum 7 Bewegungsraum: 

sportliche Betätigungen,

Raum 8 Kreativwerkstatt: 

Holzwerkstatt, Schreibwerkstatt, Experimentierraum

Kinderküche: 

Kochen und Backen, gesunde Ernährung

Essenraum: 

Geburtstagsfeiern , Mini Play-Back-Show, Disco, Fasching

10. Zusammenarbeit mit den Eltern

  • Elternversammlungen im Jahr
  • Elternsprechstunden im Jahr
  • Elterngespräche bei Bedarf
  • regelmäßige Elterninformationen
  • Einbeziehung der Eltern in Projekte
  • Arbeit mit dem Kita-Ausschuss

11. Öffentlichkeitsarbeit

  • Informationstafel auf dem Flur zu aktuellen Themen und Terminen
  • Dokumentation unserer Arbeit durch Fotoausstellungen oder Kinderarbeiten
  • Veröffentlichung durchgeführter Projekte
  • Internetauftritt: www.angermuende.de
  • Nutzung der regionalen Presse
  • Teilnahme an Veranstaltungen in der Stadt
  • Zusammenarbeit mit freien und öffentlichen Trägern z.B. Jugendtöpferei, DRK

12. Zusammenarbeit im Team

Wichtig ist uns eine offene und ehrliche Atmosphäre zum Wohle unserer Kinder!

  • wöchentlich eine Dienstberatung
  • Planung gemeinsamer Höhepunkte, Feste und Feiern, Projekte sowie der Feriengestaltung
  • Austausch zum Entwicklungstand der Kinder sowie der Verhaltensweisen
  • Arbeit am Soziogramm und den Entwicklungsbögen
  • Belehrungen, Dienstanweisungen
  • Informationen zu Fortbildungen
  • Dienstplanregelungen
  • tägliche Absprachen zu organisatorischen und pädagogischen Dingen

13. Zusammenarbeit mit der Schule

  • Dienstberatung zum Personaleinsatz und der Gestaltung der ILZ         
  • individuelle Absprachen mit den Lehrer/innen und Sozialarbeiterin
  • tägliche Absprachen zur ILZ und dem Mittagsband  
  • Grundlage ist der Kooperationsvertrag

14. Qualitätsentwicklung und Sicherung

im Team:

  • staatlich anerkannte Erzieher/innen
  • geschulte PraxisanleiterInnen für die Erzieherausbildung
  • jährliche Evaluation unserer Arbeit und des Konzeptes
  • Qualifizierung der einzelnen Mitarbeiter/innen durch jährliche Fortbildungen
  • 1-mal jährlich Beurteilungsgespräche
  • regelmäßige Rundgänge der Leiterin und des Qualitätsteams
  • interne Kontrollen und feste Verantwortlichkeiten für einzelne Bereiche
  • Mitarbeiterbefragungen

durch den Träger:

  • Einsicht und Auswertung der pädagogischen Konzeption
  • Auswertung der Belegungs- und Fluktuationsdaten

geeignete Verfahren der Kinderbeteiligung zur Sicherung der Kinderrechte:

  • Austausch von Informationen in täglichen Begrüßungsrunden
  • Hortsprecher aus allen Altersgruppen sind beratend und wirken mit im Alltag
  • Kinderbefragungen
  • Hort-Krims-Kram-Kasten für anonyme Beteiligung

geeignete Verfahren der Möglichkeit der Beschwerde für Eltern:

  • Gespräche mit den Erzieher/innen, der Hortleiterin und dem Kita-Ausschuss,
  • tägliche individuellen Gespräche
  • Elternversammlungen, Elternsprechtage
  • Hort-Krims-Kram-Kasten für anonyme Beteiligung
© 2020 Puschkinschule Angermünde
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